Naturschutz auf Mallorca
Für die neuen Generationen Mallorcas gibt es keinen größeren Stolz als den auf ihre Landschaft. Die öffentliche Verwaltung ist sich dessen bewusst und hat sich entschlossen, sich intensiver für ihren Schutz einzusetzen und sie dem Besucher vor Augen zu führen. Mallorca birgt alle nur erdenkliche Vielfalt, die jeden begeistern wird. Von den langen Sandstränden im Südosten, allen voran der traumhafte Es Trenc und die angrenzenden Strände, bis hin zu den Steilküsten - die Überraschungen, die die Landschaft der Insel birgt, gehört zu den noch wenig beschriebenen Kapiteln Mallorcas. So gibt es z.B. unzählige Quadratkilometer, die vom Bauboom verschont wurden und für die künftigen Generationen erhalten bleiben.Die unter Schutz gestellte Fläche auf Mallorca beträgt ca. 40% des Gesamtterritoriums. Darunter befinden sich die Naturparks S'Albufera, Sa Dragonera und Mondragó sowie der Nationalpark Cabrera-Archipel. Außerdem ist die gesamte Serra de Tramuntana, die bergige Wirbelsäule, die die Insel von Norden nach Süden durchschneidet und steil ins Meer abfällt und am Horizont unvergleichliche Farbspiele zeichnet, unter Landschaftsschutz gestellt.
S'Albufera, in der Bucht von Alcúdia im Norden gelegen, ist das größte Feuchtgebiet der Illes Balears. Durch einen ausgedehnten Dünenstreifen ist sie vom Meer getrennt. Man kann das Gebiet besichtigen, indem man der Ausschilderung folgt. S'Albufera ist ein Paradies für Ornithologen. Im Herbst und im Frühling kann man die größte Artenvielfalt erleben.
Der Naturpark Mondragó befindet sich im Gemeindegebiet von Santanyí, im Südosten Mallorcas. Hier liegt einer der am meisten fotografierten und geschätzten Strände der ganzen Insel. Die Beobachtung von Zugvögeln oder ein Rundgang durch die sandigen Zonen und durch die Feuchtgebiete sind besonders empfehlenswerte Alternativen zu Zeiten, an denen der Touristenstrom etwas abnimmt. Nicht zu vergessen dabei die unterschiedlichen thematischen Ausstellungen, die sich in verschiedenen zu diesem Zweck wieder errichteten Steinbauten befinden. Auf den zwei größeren angrenzenden Inseln gibt es noch andere Naturparks: Sa Dragonera (Dracheninsel) und Cabrera. Erstere bietet ihren Betrachtern von der Küste in Sant Elm, im Gemeindegebiet von Andratx, eine traumhafte Silhouette. Von dort fahren Schiffe ab, auf denen man vom Meer aus die Südseite der Tramuntana-Bergkette, deren ansehnlicher Ausläufer Sa Dragonera ist, besser kennen lernen kann.
Die Kolonien von Seevögeln haben auf dieser Insel weitgehend ihre Ruhe vor den Menschen. Ähnlich ist es auf dem Cabrera-Archipel, der sich südlich von Mallorca befindet. Seine mehr als 1500 Hektar verteilen sich auf zahlreichen Felseninseln, die alle von kristallklarem Wasser umgeben sind, das in allen Blautönen schimmert. Cabrera verfügt über eine Burg, einen kleinen Hafen für die Schiffe, die täglich für eine Ankerung zugelassen sind, ein kleines Museum über die Geschichte des Inselchens und das Naturerbe des Nationalparks.
Bei einer Rundfahrt über Mallorca darf die Serra de Tramuntana auf keinen Fall fehlen. Ein Ort, der von Künstlern, Philanthropen und Bohemiens aller Winkel dieser Erde mit einem Mythos umgeben wurde, von Chopin über Robert Graves bis hin zu einem seiner größten Wohltäter: dem Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich. Von Port d'Andratx bis zur Halbinsel Formentor ist die mallorquinische Bergkette, in der besonders die herrlichen Steineichenwälder hervorzuheben sind, eine ständige Abfolge von außergewöhnlichen Naturszenarien, darunter Sa Calobra, Torrent de Pareis, Cala Tuent, Lluc Alcari, Na Foradada, das Kloster Lluc, Cala Deià, die Terrassenbeete von Estellencs und Banyalbufar, der Torre de ses Animes...
Quelle: Ibatur/Visitbalears







