Eine bewegte Geschichte
Dank der archäologischen Ausgrabungen konnte nachgewiesen werden, daß es bereits um 5000 v.Chr. Wohnhöhlen in dieser Gegend gab. Einige Jahrhunderte später setzte die Megalithkultur ein, deren Kennzeichen die Konstruktion großer Megalithtürme ist.Später dann, während der römischen Kolonialisierung, gründete Cecilius Metellus die Städte Palma und Pollentia (das heutige Alcúdia), im Jahre 123 v.Chr. Diese wurden Bestandteil des Imperium Romanum und entwickelten sich zu wichtigen Zentren an der mediterranen Handelsroute.
Im 5. Jahrhundert eroberten die Vandalen die Stadt, plünderten sie und ließen ein verwüstetes Land zurück. Während der maurischen Herrschaft, seit dem Jahre 902, war der Ort eine Meierei der Taifa (Kleinkönigtum) von Dènia. Aus dieser Zeit stammt das heutige Toponym; in der arabischen Sprache bedeutet Alcúdia Hügel.
Im Jahre 1229 landete König Jaume I el Conqueridor auf der Insel und gliederte sie dem Königreich Aragonien ein. Zu jener Zeit begann man mit dem Bau der Stadtmauern, die bis in unsere heutige Zeit gelangt sind als Zeugen der Auseinandersetzungen zwischen Christen und Mauren. Nachdem Jaume I. Mallorca aufgeteilt und einige Ländereien den Adligen, die ihm bei der Eroberung geholfen hatten, übergeben hatte, blieb die Region um Alcúdia unter der Vorherrschaft der Templer. Ende des 13. Jahrhunderts regte der Monarch Jaume II. die Gründung der Pfarrei an, und er stellte diese unter das Patronat des de Sant Jaume.
Die Mauern, deren Bau 1362 vollendet wurde, dienten den mallorquinischen Adligen während der Zunftaufstände als Zuflucht. Alcúdia hielt Carlos V. die Treue, der es, nachdem er den Aufstand niedergeworfen hatte, 1523 mit verschiedenen Privilegien bedachte.
In späterer Zeit mußte Alcúdia seine privilegierte Küstenlage mit ständigen Attacken der Korsaren bezahlen. Ein Bevölkerungsrückgang wurde sehr deutlich spürbar, und gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Hafen umgebaut, um die Neubesiedlung zu fördern.
Aber erst zur Mitte des 20. Jahrhunderts hatte Alcúdia sich wirtschaftlich erholt, dank der Einrichtung eines Elektrizitätswerkes in der Gemeinde. Innerhalb der Dekade von 1960 fand ein spektakulärer städtebaulicher Aufschwung statt, der auch die Bevölkerung transformierte. Gegenwärtig ist es das zweite Fremdenverkehrszentrum von Mallorca, und dazu eins der wichtigsten des Mittelmeeres.
Quelle: Ibatur/Visit Balears









