Geschichte Calviá – Geschichte, Mallorca, Historie, Tourismus, Spanien
Die ersten Besiedler von Calvià waren orientalische Seefahrer, die sich auf dem Weg zum Süden der iberischen Halbinsel befanden. Während ihres Aufenthaltes in dieser Gegend leben sie in natürlichen Grotten und Höhlen. In der Gemeinde werden 56 archäologische Fundstätten aufgeführt, die zu den Perioden Prämegalith und Megalith gehören, woraus man schließen kann, daß es sich um eines wichtiges Bevölkerungszentrum gehandelt hat. Aus letzterer Periode ragen die Megalithen von Son Miralles, Castell dels Moros und el Turó de ses Abelles hervor, mit für Mallorca einzigartigen Charakteristiken, da es sich um eine Küstenansiedlung handelte.Ein Reflex der römischen Epoche ist die Villa de Sa Mesquida, eine der wenigen Spuren ländlicher Ansiedlungen, die damals auf Mallorca häufig vorkamen; diese war im 1. und 2. Jahrhundert aktiv.
Wie andere Küstenorte auch, hat Calvià Jahrhunderte lang Angriffe von Piraten erdulden müssen. Dies zwang zum Bau eines Befestigungssystems, von dem heute noch viele Verteidigungstürme erhalten sind.
Während der maurischen Etappe war es Teil der Verwaltungseinheit Juz'd Ahwaz al-Madina und während der katalanischen Eroberung spielte es eine wichtige Rolle. Es war in Santa Ponça, wo 1229 die katalanisch-aragonesischen Truppen unter König Jaume I. el Conqueridor, auf Mallorca landeten und die historische Richtung der Insel veränderten.
Nach der katalanischen Eroberung entstanden die Zentren von Calvià und Es Capdellà, anfangs als Weiler, wo die Landarbeiter einer der Latifundien, in welche die Zone aufgeteilt war, lebten. 1285 wurde die Stadt Calvià gegründet, und während mehrerer Jahrhunderte erlebte die Stadt einen Zustand von Wohlstand.
Aber im 18. Jahrhundert provozierte eine lange Dürreperiode eine Reihe von Mißernten an Getreide, und die Hungersnot dezimierte die Bevölkerung. Dies führte dazu, daß im 19. Jahrhundert viele Bewohner Calviás beschlossen, auszuwandern; die Mehrheit nach Kuba, Argentinien und Frankreich.
In den sechziger Jahren trat ein Aufschwung beim Fremdenverkehr ein, was zu einem beschleunigten Zuwachs auf dem Bausektor und bei der Freizeitindustrie führte. Aber die Vermassung einiger Zonen zwangen die Verwaltung von Calvià dazu, eine neue Strategie einzusetzen, um dieses Wachstum zu bremsen. Die Anstrengungen wurden belohnt durch die Ernennung zur Nachhaltigen Stadt Europas 1997, für die über 100 Städte gestimmt hatten.
Gegenwärtig läuft in Calvià die Agenda Local 21, ein Plan, dessen Ziel eine nachhaltige Entwicklung ist. Zu den vielen Aktionen gehört die der Landbereinigung, mit dem Abriß der obsolet gewordenen Hotels, wo anschließend Grünzonen entstehen, oder die Verbesserung von Straßen und Plätzen.
Quelle: Ibatour/Visitbalears









