Umwelt & Tourismus
Auf Mallorca stehen den Touristen mehr als 30.000 Betten zur Verfügung in weit über 1000 Hotels und Apartment-Anlagen. Die durchschnittliche Besucherzahl pro Jahr lag in der vergangenen Zeit bei rund 7 Millionen ausländischen Touristen.Diese starke Frequentierung Mallorcas wirkte sich in den vergangenen Jahren nicht nur positiv aus. Ein so hohes Tourismusaufkommen hinterlässt natürlich Spuren in Natur und Bevölkerung. Vor allem der Bauboom der achtziger und neunziger Jahre bescherte der Insel so manche konkrete Umweltbelastung.
Um ihren größten Wirtschaftsfaktor nicht nachhaltig zu gefährden, griff die mallorquinische Regierung in den letzten Jahren mehr und mehr zugunsten von Natur und Umwelt ein. Neben zahlreichen neuen Naturschutzgebieten und strengen Auflagen für Abwasser- und Bauwirtschaft bemüht sich die Balearenregierung immer mehr um Aufklärung und Umweltbewusstsein bei der einheimischen Bevölkerung und bei den Besuchern. Das Bemühen um Qualitätstourismus zeigt sich unter anderem in konkreten Abrissplänen der schlimmsten Bausünden, vor allem an den frequentierten Stränden der Playa de Palma.
Dass der Mallorquiner grundsätzlich dem Tourismus und Besuchern gegenüber positiv aufgeschlossen ist, zeigt die jüngste Politik: Der radikale Ansatz der ehemaligen sozialistischen Regierung wurde mit der baldigen Abwahl quittiert.
Das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen, dem Bemühen um das Bewahren der eigenen Identität und dem nachhaltigen Schutz von Natur und Ressourcen zu bewirken und zu halten, gehört auf den Balearen zu den Hauptpunkten aktiver Regierungspolitik.







